Kartenmaterial: Alltagsleben Tokyo

Mittwoch, 25. April 2007

Gajin und der tägliche Grüne Tee

So jetzt bin ich auf den Tag genau in Japan. Mittlerweile kann ich auch etwas über meinen Alltag schreiben. Das ist meine Wohnung:
Von Hanami
Nee natürlich nicht. Ich bin einem Wohnheim von Bosch untergebracht. Das steht in Higashimatsuyama und ist 50km nördlich von Tokyo. Jeden Tag in der Woche gibt es leckeres Frühstück und Abendbrot. Beide Mahlzeiten bestehen größtenteils aus Reis, Fisch, Ei, Tofu und Gemüse. Ab und zu gibt es auch mal Fleisch, welches immer durchwachsen ist. Liegt aber am japanischen Geschmack. Kalter Fisch zum Frühstück ist auch eine Herausforderung für den europäischen Gaumen, aber mittlerweile freue ich mich auf den Morgen-Lachs. Danach gehts mit der Bahn ins Büro, im Großraum Tokyo wird jede Strecke von einer anderen Firma verwaltet. Hat den Vorteil das jede Strecke eine eigene Trasse hat und den Nachteil das man beim Umsteigen ein neues Ticket braucht. Zum Glück gibt es Bezahlkarten wie die Suica, welche von allen Unternehmen anerkannt wird. Am Abend geht nicht allzu viel in Higashimatsuyama. Dafürist gleich um die Ecke eine Sporthalle von Bosch mit allem möglichen zur sportlichen Betätigung. Was natürlich genutzt wird. Habe auch mein erstes Gehalt bekommen, bei der Summe sagt man sich erstmal "WOW, Ich kann auf großem Fuss leben"
Von Kamakura

Aber da vor der Zahl YEN steht...
Mittlerweile nehme ich im Büro auch Japanisch Unterricht um meine Alltagssituationen außerhalb des Büros mit Worten zu meistern, anstatt mit Händen und Füßen. Für die Wäscherei habe ich mittlerweile einen Zettel um meine Hemden waschen zu lassen. Hauptgrund für die Wäscherei ist nicht meine Faulheit sondern die Tatsache, das japanische Waschmaschinen nur mit kalten Wasser waschen. Man mag es kaum Glauben, aber es ist wahr. In einem innovativen Land wie Japan gibt es keine Waschmaschinen mit warmen Wasser. Daneben gibt es noch folgende Sachen die mich nerven in diesem Land:
  1. Es gibt nur Einlagige Taschentücher. Da sagt der Allergiker in mir: Danke, Nippon!
  2. Mülleimer muss man suchen und es gibt ein ausgefeiltes Trennungssystem.
  3. Die Menschen können Ihre Füße beim gehen nicht heben.
Diese 3 Punkte werden aber von den ganzen positiven und tollen Erfahrungen aufgewogen. Ist halt nur nervig 5 Stunden den Müll vom Mittagessen durch Tokyo spazieren zu tragen.

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