Kartenmaterial: Alltagsleben Tokyo

Sonntag, 19. August 2007

UPDATED: 3512 Kilometer Japan

Da es diese Woche (13.08-17.08) wieder kollektiven Urlaub in Japan gab, haben drei Kollegen und ich beschlossen Japan zu erkunden. Die Obon-Woche, so heißt dieser kollektive Urlaub, wird von den Japaner genutzt um die Familie zu besuchen und gemeinsam zu diversen Tempeln und Schreinen zu pilgern. Um unseren Beitrag zu diesem kollektiven Verkehrschaos zu leisten haben wir uns ein Auto gemietet. Bekommen haben wir einen Subaru Impreza mit dem wir 3512 Kilometer in acht Tagen bewältigt haben. Unserer Tour sah wie folgt aus:

Hinfahrt
10.08 um 20:00 Nippon Cars in Hagshimatsuyama
da wollten wir unser Auto abholen das noch im Stau steckte. Gegen 21:00 hatten wir es aber und konnten gegen 22:30 endlich auf die Autobahn

11.08 um 02:30
100Km vor Kyoto gab es den ersten Stau, mit harmlosen 20km Länge

11.08 um 20:30
kommen wir endlich in Fukuoka an und schaffen es grad so in die Jugendherberge.
Die Unfallfreie Ankunft haben wir in einem Yakitori Restaurant gefeiert. Yakitori sind gebratene Spieße mit Fleisch, Fisch und Gemüse.

12.08 Fukuoka, Kumamoto und ein geschlossener Vulkan:
Unseren ersten Tag haben wir mit einem Spaziergang im Park und den Burg Ruinen von Fukuoka begonnen, danach ging es ins Kunstmusuem. Ruinen sind selten so spannend wie ein vollständiges Gebäude, weshalb wir uns in Kumamoto eine vollständige Burg angeschaut haben. Abgerunden wurde unser Besuch in von einem leckeren Essen bei Komurasaki Ramen. Am frühen Abend wollten wir uns einen Vulkan anschauen, was beinahe auch geklappt hätte, wenn da nicht die japanischen Öffnungszeiten für Sehenswürdigkeiten in die Quere gekommen wären. Die Erlauben ein Begutachten der Sehenswürdigkeiten nur von 9:00 bis 17:00. Außerhalb dieser Zeit wird abgeschlossen, das galt auch für unseren Vulkan. So mussten wir draußen bleiben.
Den Abend haben wir in Fukuoka bei einem netten Essen am Fluss verbracht.

13.08 Nagasaki:
In Nagasaki waren unseren ersten Stationen der Peace Park, der Hypocenter der Explosion und das WWII Musuem. Danach haben wir uns die christliche Märtyrer Kirche angeschaut und haben wir mehrere kleine Tempel abertausende von Stufen bezwungen.
Den Nachmittag haben wir in Dejima verbracht. Dejima war eine künstliche Insel auf der sich Westler aufhalten konnten ohne getötet zu werden. Außerhalb der Insel war man als Nichtjapaner vogelfrei. Mittlerweile ist Dejima aber im Hafenbezirk integriert und nicht mehr als Insel zu erkennen. Der Besuch hat sich aber alle mal gelohnt um zu sehen wie die ersten Europäer, genauer Holländer, in Japan gelebt haben. Während der Eroberung Hollands durch Napoleon war Dejima der einzige Platz auf der Welt mit holländischer Flage. Am Abend haben wir uns nach Hiroshima aufgemacht.

14.08 Hiroshima:
In Hiroshima haben wir den Tag genauso wie in Nagasaki begonnen und uns den Peace Park, das Musuem und den Hypocenter der Explosion angeschaut. Wer sich in beiden Städte die mahnenden Denkmäler und Musuen anschauen möchte sollte mit Nagasaki beginnen, da Hiroshima diesbezüglich imposanter ist. Hiroshima hat auch ein Schloss, welches bedingt durch die A-Bombe eine Rekonstruktion ist. Auf dem Weg ist uns ein Propaganda-Wagen der rechten japanischen Partei begegnet. Diese fordert die Ausweisung aller Ausländer und die atomare Bewaffnung Japans. Denn Nachmittag haben wir in Miyajima verbracht. Diesen Platz kennt jeder der schonmal ein Bild von einem japanischen Holztor im Wasser gesehen hat. Diese Aufnahmen werden immer in Miyajima.
Ein Garant also für viel zu viele Menschen auf kleinstem Raum. Verschärft wurde die Situation durch ein bevorstehendes Feuerwerk. Da wir schon in Tokyo das größte Japans gesehen haben sind wir aber weiter gezogen nach Matsuyama.

15.08 Matsuyama, Iya Valley:
Nach 3 Tagen Power Sightseeing haben wir einen entspannten Mittwoch Morgen im Dogo-Onsen verbracht. Danach haben wir uns wiedermal ein Schloss angeschaut, welche es uns aufgrund Ihrer Architektur angetan haben. Da Matsuyama auf der Insel Shikoku liegt, welche für Ihrer Natur bekannt ist, haben wir uns entschlossen uns das Iya-Valley anzuschauen. Leider waren wir mehr in Auto auf engen Bergstrassen als auf Wanderwegen, dafür haben wir eine hözlerne Hängebrücke gesehen die alle drei Jahre erneuert wurde. Die Nacht haben wir wieder auf der Hauptinsel Honshu verbraucht.

16.08 Ushimado,Okayama, Hemji, Osaka:
Ushimado ist eine kleine Stadt 30 Kilometer von Okayama entfernt. Hier hatten waren wir wir in der Ushimado international Villa für eine Nacht untergebracht. Am morgen haben wir uns den nah gelegenden Olivenhain angeschaut, welcher einen tollen Ausblick über Ushimado und einen Shop für Produkte aus Oliven geboten hat. Danach hat es uns nach Okayama verschlagen, wo wir uns den Korakuen Garten, welcher zu den schönsten Japans gehört, angeschaut. Danach hat es uns nach Osaka verschlagen. Auf unserem Weg lag Hemji. Die Stadt ist für Ihr Schloss berühmt und so haben wir uns dazu entschlossen es uns anzuschauen. Am Abend sind wir in Osaka angekommen und haben am Osaka Sky Terminal City auf Yuji gewartet. Yuji hat uns in ein leckeres Restaurant mitgenommen und uns Pachinko erklärt. Pachinko ist eine Mischung aus Flipper und Einarmiger Bandit. Man jagt kleine Stahlkugeln durch ein Labyrinth aus Hindernissen.
Mit einem kleinen Drehrad bestimmt man die Kraft, mit der die Kugeln beschleunigt werden. Aufgrund meiner Erfahrung mit Einarmigen Banditen in Las Vegas konnte ich aus 1000 JPY ganze 8300 JPY herausholen. Dank Yuji hatten wir auch ein Unterkunft in Osaka.

17.08 Osaka:
Am Morgen hat uns Yuji einen >Teil von Osaka gezeigt. Am Mittag haben wir uns von Ihm verabschiedet und einen Park mit alten traditionellen Häusern besucht. Den Nachmittag haben wir am Hafen von Osaka verbracht und das Aquarium besucht.
Nachdem Sonnenuntergang haben wir uns wieder auf den Rückweg nach Higashimatsuyama gemacht.


Eine aufregende Woche mit vielen EIndrücken aus Japan. Jetzt muss ich erstmal Fotos sortieren und beschriften...

... geschafft! Hier das Fotoalbum zum Trip
Obon Woche

Mittwoch, 8. August 2007

Linksverkehr, Fujiyama mit Taifun und andere Hindernisse...

Hallo,

ich war ja letztes Wochenende auf dem höchsten Berg Japans dem Fujiyama. Der Berg ist aber nicht nur aufrgund seiner Höhe berühmt sondern auch wegen seiner Form, er steht wie eine Geodreieck in der Gegend rum, und der Tatsache das es ein Vulkan ist. Trotz seiner Inaktivität gibt es noch genügend Infomaterial was im Falle eines Ausbruches zu tun ist. Gemäß der Tradition wird er Fuji-san bei Nacht mit einer Flasche Sake bestiegen. Zum einen kann man auf der Spitze einen phänomenalen Sonnenaufgang genießen und zum anderen hat man danach heilige Sake. Der Aufstieg an sich ist nicht sonderlich spektakulär, da man Serpentinen hochläuft. Nur ein kleinesStück bietet für 300m Kletterspass für unprofessionelle Kletterer. Blöd war nur der Taifun, welcher ab 3200m Höhe mehr als nur nervig war. Bei 3400m ist dann das passiert was kommen musste bei Wind und Regen - Ich bin ausgekühlt und das nach 15min Pause auf einer Baude. Halb so wild, da auf dem Mount Fuji mehr als genügend Schlafmöglichkeiten sind. Dumm nur wenn man den Sonnenaufgang verpasst.So habe ich mich mit Bildern von 3400m Höhe zu frieden gegegeben. Wer wissen will wie aus auf der Spitze aussieht, dem sei der Beitrag von meinem Arbeitskollege René aus Düsseldorf ans Herz gelegt. Man beachte Bitte auch den klaren Ausblick auf die Sonne :-). Glücklicherweise hatten wir uns einen Mietwagen besorgt und so ging es auf dem schnellsten Weg in einen Onsen, kann man grob mit einem Thermalbad vergleichen nur viel entspannter. Nach unserem Bergabenteuer waren Wir in Matsumoto, einer Stadt in der japanischen Alpenregion. Dort haben wir ein altes japanischen Schloss gesehen, was zum Glück nicht tausendmal aufgebaut wurde bzw von Ursprungsort entfernt wurde. Das machen die Japaner nämlich sehr gerne. Danach war Weiterbildung in Sachen Wasabianbau und -verwertung auf der Wasabifarm angesagt. Diese Rettichart ist in Japan eine Art Nationalgemüse und jedem Japaner heilig. Neben dem Anbau waren auch die vielen Produkte beieindruckend, besonders die weiße Wasabischokolade. Danach hat es uns nach Obuse und Shiga verschlagen, wo wir schmerzlich feststellen mussten das Japan ohne japanische Karte bzw ohne Zusatzinformationen für nicht-Japaner immer noch sehr verschlossen ist. Schade eigentlich. Trotzdem konnten wir in beiden Orten ein paar schnicke Eckchen finden. Am Samstagabend hat es uns nach Nagano verschlagen, der Ort an dem 1998 die olympischen Winterspiele zu Besuch waren. Was verständlich ist, wenn man den Tempel von Nagano sieht. Sehr schön und vorallem Originalzustand und -standort. Hat man wie oben schon erwähnt sehr selten in Japan. Die Stadt Nagano lebt vom Ruhm der Winterspiele und hat an sich nicht wirklich was zu bieten, außer im Winter ideale Bedingungen um Wintersport zu betreiben. Abgeschlossen wurde der Wochenendtrip mit einem Besuch in dem Erholungsgebiet um Karuizawa, das neben Wasserfällen auch einen aktiven Vulkan, Asama-yama, zu bieten hat. Wie es sich für einen echten Wochentrip gehört verbringt man ab Sonntagnachmittag bis zum Abend die Zeit im Stau. Für 120km haben wir stattliche 5 Stunden gebraucht.

Reisemonat August in Japan

Dienstag, 31. Juli 2007

Sumidagawa Hanabi

In Tokyo gibt es zwei Ereignisse bei denen sich viele Menschen auf kleinen Raum konzentrieren: Hanami und Hanabi. Bloss nicht verwechseln! Das erstere ist Ende März und ist das Kirschblütenfest und zweiteres ist das größte Feuerwerk in Japan und findet am letzten Samstag im Juli statt. Glücklicherweise konnte ich beide Events mitnehmen. Wie beim Hanami war ich auch diesmal mit Kollegen vor Ort. Einen Sitzplatz haben wir erst gar nicht versucht zu suchen, ist eh nur verschwendete Zeit. Vorallem da gefühlte 90% der Sitzplätze eh nur dazu dienen die Geräuschkulisse des Feuerwerks zu genießen. Entlang des Flusses hatte man den besten Ausblick, welcher oft von Bäumen getrübt wurde. Trotzdem war es einfach nur umwerfend. Die Japaner wissen wie man ein Feuerwerk veranstaltet. Da gegen sah das Neujahrsfeuerwerk in Berlin eher aus wie Bolles Tischfeuerwerk für 99 Cent, Euro wohlgemerkt. Neben den tollem Schauspiel gab es auch wieder viel zu viele Menschen und brüllende Polizisten die jedem freundlich auf japanisch erklärt haben warum den bitte weiter gehen solle. Leider ist mein japanisch nicht so gut, somit konnte ich dem nicht immer Folge leisten.
Sumidagawa hanabi

Da das Feuerwerk nur bis 20:30 ging, blieb noch genug Zeit für einen Abstecher in die Tokyo Icebar gesponsert von Absolute Vodka.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Grillen und Taiko Festival in Kumagaya

Hallo!

Dieses Wochenende wurde ich von unseren Dormitory Eltern zum Grillen am Fluss eingeladen. War sehr lustig und lecker, obwohl die Japaner nicht sogenau wissen warum beim Grillen Bier zum ablöschen genutzt wird. Nach 7Std dauer grillen und essen wollte ich nur noch schlafen. Am Tag danach ging es auf ein Festival in Kumagaya.
Strassenfest auf japanisch. Viele Menschen in Yukatans, ich glaube das ist die Sommerversion vom Kimono.
Soziale Kontakte

Dieses Wochenende geht es nach Tokyo zum Sumida Fluss Feuerwerk, das größte Feuerwerk in Japan.

Bis dann und eine schöne Woche

Dienstag, 17. Juli 2007

Juli: Soziale Kontakte, Taifun, Erdbeben

Hallo,

diesen Monat mache ich mal was ganz anderes als extrem Sightseeing am Wochenende. Hauptursache ist nicht die Regenzeit, die ist ausgefallen, auch nicht die Taifun-Saison, die auch nicht besonders ist spannend ist. Dramatischer sind da schon die Erdbeben, die locker ein AKW zum havarieren bringen und neben Wolkenkratzern auch mein Büro zum wackeln bringen. Letzteres hatte dafür mal ein abenteurliches Flair.
Diese ganzen Naturgewalten haben auch was Gutes, man kommt sich näher und lernt die Menschen um einen herum besser kennen. In letzter Zeit habe ich am Wochenende viel Zeit mit Japanern verbracht und im Moment ist kein Ende in Sicht. Zum Glück, denn dank ortskundiger Hilfe gibts mehr zu entdecken und man verliert das Touristenimage ein klein wenig, obwohl man Japan als 1,5%ter immer irgendwie besonders bleibt. Da ich mich nicht bis zum Ende meines Praktikums auf japanischen Festivals rumtreiben möchte geht es am ersten August Wochenende auf den Fuji-san, mal Hallo sagen und ein paar Fotos von der Gegend machen. Eine weitere Besonderheit wird die zweite Augustwoche, da habe ich wieder staatlichen Urlaub, schimpft sich Obon-Woche. In dieser Zeit geht es ab in den Süden mit einem Mietwagen, Zelt und drei weiteren Praktikanten.

Montag, 2. Juli 2007

Donnerstag, 28. Juni 2007

Dritter Platz beim Klippenklettern

Konichiwa,

letztes Wochenende habe ich die Sonne am Samstag im Yoyogi Park genossen und eine Abschiedsparty veranstaltet. Zwei Praktikanten fahren wieder nach Hause. Reisende soll man ja nicht aufhalten, weshalb ich mich dazu entschlossen habe den Sonneaufgang am Sonntag in Yokohama zu genießen. Nachdem tollen Sonnenaufgang ging es nach Kamakura auf die Enoshima Insel, hier ist die Heimat der Göttin der Liebe, Schönheit und Glückseligkeit. Glücklicherweise war ich sehr früh in Enoshima, als ich um 10 die Insel via Brücke verlassen habe kammen mir ganz viele Japaner entgegen die alle in Sightseeing Laune waren. Zielsicher bin ich auf die Muira-Halbinsel geflohen und habe ich am Klippenklettern versucht. Leider hat das Wetter nicht lange mitgespielt und so ging es gegen 17:00 Uhr wieder nach Tokyo.

Yokohama, Enoshima Island, Muira Halbinsel


Gestern habe ich meine offizielle Halbzeit erreicht. Wie schnell die Zeit doch vergeht. Zum Fest beschert mir google.de mit der Suche "Lars in Japan" den dritten Platz von 1.9 Millionen Treffen. Böse Zungen behaupten ja es liegt am googlen eigenen Blog-Dienst, welchen ich fleißig nutze, und nicht an meiner Beliebtheit. Naja Neider gibt es überall ;-).